Beginne mit dem sichtbarsten Problem der Zeichnung und wähle dann die kleinste Übung, die es isoliert. Gute nächste Übungen sind konkret genug zum Wiederholen und kurz genug zum Überprüfen.

Ein praktischer Entscheidungsbaum
- Die Pose oder Geste ist unklar? Übe kurze Gestenstudien und markiere die Bewegungsrichtung, bevor du Details ergänzt.
- Konstruktion oder Proportion sind schwach? Übe einfache Formen, vergleiche ihre Beziehungen und verschiebe Details.
- Die Formen wirken flach? Übe eine Licht-und-Schatten-Studie mit wenigen großen Tonwertflächen.
- Die Perspektive ist uneinheitlich? Übe Quader oder Ellipsen und prüfe Horizont und Fluchtlinien.
- Der Blickpunkt ist unklar? Vereinfache Kontrast und Details rund um den gewünschten Fokus.
- Die Wiederholung ist uneinheitlich? Zeichne dasselbe Motiv mit einer unveränderten Vorgabe erneut und vergleiche die Versionen.
Aus der Diagnose wird eine Übung
Teile zehn Minuten auf: zwei Minuten beobachten, fünf Minuten zeichnen und drei Minuten für eine Stärke und eine Korrektur. Wiederhole die Übung zwei- oder dreimal, bevor du ein anderes Problem wählst.
Häufige Fehler
Wähle keine Übung nur, weil sie fortgeschritten klingt, ändere nicht mehrere Variablen gleichzeitig und bewerte die Sitzung nicht nur nach dem fertigen Aussehen. Auch eine raue Studie kann eine nützliche Frage beantworten.
Wo Grifoli hilft
Wenn du die Zeichnung beschreibst und hochlädst, kann Grifoli gezieltes Feedback und eine mögliche nächste Richtung geben. Es ist ein Bestandteil deines Übens, kein Ersatz für Lehrende, andere Künstler oder dein eigenes Urteil.